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18.05.202229.07.2022

Das antike Olympia in München 1972-2022

(c) Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke

Die große archäologische Ausstellung im Deutschen Museum anlässlich der Olympischen Spiele 1972 war mit antiken Originalen sowie über 100 Reproduktionen bestückt. Letztere gingen nach Ausstellungsende in den Bestand des Abgussmuseums über und gaben den Startschuss für den Wiederaufbau der im Krieg nahezu vollständig zerstörten Sammlung. Dadurch erlangte die Olympia-Ausstellung, die für 40 Jahre lang die größte Sonderausstellung zu diesem Thema in Deutschland war, weit über den eigentlichen Ausstellungszeitraum hinaus Bedeutung – auch für das kulturelle Leben der Stadt München.

Das 50. Jubiläum der Olympischen Spiele in München 1972 nehmen wir zum Anlass, um auf die damalige Präsentation hinzuweisen und sie historisch einzuordnen, und um erneut den antiken Sport und die Ergebnisse der deutschen Ausgrabungen im Heiligtum des Zeus in Olympia vorzustellen.

Der antike Sport wird anhand von antiken Sportlerdarstellungen präsentiert, die sich auf Reliefs finden oder als Statuen erhalten sind. Dazu gehört auch die Statue des Diskobol, deren Rekonstruktion durch den Münchner Archäologen Adolf Furtwängler zu einer weltberühmten Ikone des Sports wurde. Das Bild wird von Abgüssen antiker Sportgeräte abgerundet, wie Sprunggewichten und antiken Diskoi.

Doch die antike Kunst zeigt nicht nur Sportler in Aktion, sondern auch viele andere Themen, wie siegreiche Sportler oder Sportler, die sich reinigen. Durchtrainierte Männerkörper prägten darüber hinaus das Körperbild in der antiken Kunst, was ausgewählte Beispiele zeigen werden.

Des weiteren widmet sich die Ausstellung dem Zeus-Heiligtum in Olympia. Das Heiligtum war nicht nur Schauplatz berühmter Spiele zu Ehren des Zeus, sondern vor allem ein internationales Heiligtum, in dem sich Weihungen aus verschiedenen griechischen Regionen und weit darüber hinaus aus dem Vorderen Orient finden. Vom 8. Jahrhundert v. Chr. bis in das 3. Jahrhundert n. Chr. zeugen viele reiche Funde davon, wie belebt dieses religiöse Zentrum der griechischen Welt einst war. Im Mittelpunkt stand der Tempel des Zeus, dessen noch heute bekannter und zum Teil erhaltener Bau aus der Zeit von 475-450 v. Chr. stammt.

Das Museum für Abgüsse besitzt vier Metopen, zwei Löwenkopfwasserspeier sowie als Prunkstück 15 Figuren und Figurengruppen aus dem Westgiebel. Letztere sind aus Platzgründen heute im Wilhelms-Gymnasium ausgestellt und in der Ausstellung als 3D-Scans zu sehen. Während die einzelnen Abgüsse die ursprünglichen Dimensionen des Tempels erahnen lassen, wird ein eigens für die Ausstellung nach neuesten Forschungen erstelltes Modell von der West-Fassade im Maßstab 1:20 einen Eindruck vom ursprünglichen Aussehen des Gebäudes geben.
Ein Modell des gesamten Heiligtums, das als Leihgabe des Archäologischen Museums in Münster zu sehen sein wird, veranschaulicht die Lage des Zeustempels inmitten des heiligen Bezirks. Es handelt sich dabei um dasselbe Modell, das auch 1972 im Deutschen Museum gezeigt wurde.


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Das Museum verfügt über barrierefreie Toiletten im Erdgeschoss.

Gibt es Hilfen für Sehbehinderte? – Nein

Gibt es Hilfen für Gehörlose? – Nein

Gibt es weitere Hilfen für behinderte Menschen? – Nein

Details

Beginn:
18.05.2022
Ende:
29.07.2022
Kategorien:
, ,
Veranstaltung-Tags:
Website:
https://www.abgussmuseum.de/

Veranstaltungsort

Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke – Haus der Kulturinstitute
Katharina-von-Bora-Straße 10
80333 München Google Karte anzeigen
Telefon:
089/ 289 27-690 und -695
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